Immer mehr Unternehmen setzen auf Freelancer

Vor einigen Jahren noch wurden Freelancer aufgrund ihrer flexiblen und selbstbestimmten Arbeitsform etwas belächelt, Festanstellungen wurden als das Ideal angesehen. Heute ist der Einsatz von Freiberuflern zur Normalität geworden: Da sie schnell und kurzfristig verfügbar sind, werden sie besonders oft und gerne in Bereichen wie der IT, Medienbranche und dem Bauwesen für Projektarbeiten gebucht. Die Freiberuflichkeit hat dabei sowohl für die Freelancer als auch für die Unternehmen viele Vorteile. Welche das sind, erfahren Sie hier.

Wie sieht der typische Freelancer 2020 aus?

Im Gegensatz zu festangestellten Mitarbeitern kommt für Freelancer neben ihrer eigentlichen Tätigkeit oft noch eine ganze Menge weiterer Aufgaben dazu. Kunden müssen akquiriert, Projekte an Land gezogen, Rechnungen gestellt und Beziehungen gepflegt werden. Dennoch ist die Zufriedenheit unter den Freiberuflern allgemein überdurchschnittlich hoch und ein Großteil würde sich erneut in die Selbstständigkeit wagen. Zu diesen Ergebnissen kommt die jährlich von freelancermap.de herausgegebene Marktstudie “Freelancer-Kompass”. Darin teilen Experten ihre Ansichten und Einschätzungen zum allgemeinen Berufsbild des Freelancers, der wirtschaftlichen Situation, der Auftragslage, und in diesem Jahr natürlich auch zur Corona-Krise, die für viele Selbstständige und Freischaffende zusätzliche Herausforderungen bedeutete. 

Wahl bei Projekten und zeitlich flexibel

Einen typischen Freelancer gibt es so natürlich nicht, die Studienergebnisse zeichnen aber dennoch ein interessantes Bild: Der durchschnittliche Freelancer ist im Jahr 2020 46 Jahre alt und hat bereits 13 Jahre Berufserfahrung gesammelt. Das Gehalt liegt bei ca. 94,28 € pro Stunde, 71 Prozent der befragten Teilnehmer sind mit ihrem Einkommen zufrieden. Die größte Berufsgruppe der Befragung macht mit 14 Prozent der IT- und Softwarebereich aus. Unabhängigkeit spielt für Freiberufliche eine wichtige Rolle, ob zeitlich, örtlich oder bei der Wahl der Projekte: 72 Prozent sehen hierin den wichtigsten Vorteil ihres Arbeitsmodells. 68 Prozent empfinden die Projektakquise als größte Herausforderung, 60 Prozent sehen dies sogar als größten Nachteil. 

Festanstellung und Freiberuflichkeit im Wandel

Eine freiberufliche Tätigkeit bedeutet viel Freiheit, aber eben auch viel Arbeit. Obwohl in manchen Branchen vielleicht keine Investitionsverschiebungen oder ähnliches aufgrund der Corona-Krise stattfinden, bekommen Freelancer die Budgeteinsparungen teilweise zu spüren. Da die Digitalisierung aber nun gezwungenermaßen beschleunigt wird und in vielen Bereichen, darunter auch IT, Fachkräfte gesucht werden, kann sich durch die Krise auch gleichzeitig eine Chance entwickeln: Freelancer sind hier im Vorteil, da sie innerhalb kürzester Zeit einsetzbar sind und lange Einarbeitungszeiten entfallen. Maßnahmen wie Homeoffice und Remote-Work stellen für sie keine Neuerung dar, sondern gehörten schon vorher dazu. Dies ist sicherlich auch ein Punkt, den festangestellte Mitarbeiter mit ins “New Normal” nach Corona nehmen möchten, denn viele von ihnen werden die neu gewonnene Flexibilität nicht mehr missen wollen und ebenfalls die Vorteile, die bisher eher Freelancern vorbehalten waren, genießen.

Outsourcing: Chance für Betriebe und Freiberufler

Immer mehr Firmen lagern aus Kostengründen oder aufgrund fehlender interner Expertise oder Ressourcen bestimmte Tätigkeiten aus und sind auf der Suche nach passenden Fach- und Führungskräften. Auch für Freelancer stellt die Akquise eine Herausforderung dar und es ist nicht immer leicht, an attraktive Arbeitgeber und Projekte heranzukommen. Von einer Zusammenarbeit profitieren beide Seiten: 

Freelancer bringen Erfahrungsschatz mit

Der typische Freelancer hat bereits einige Jahre in Agenturen, Betrieben und Unternehmen hinter sich. Dementsprechend sind Expertise, Qualifikationen, gefestigte Arbeitsweisen und Branchenkenntnis vorhanden. Dazu sind Freelancer in der Regel flexibel einsetzbar und können, je nach Branche, auch über einen längeren Zeitraum gebucht und eingesetzt werden, zum Beispiel im Bauwesen oder bei größeren IT-Projekten. So gleichen Unternehmen personelle Engpässe schnell aus.

Klare Kostenübersicht 

Unternehmen nehmen mit einem Freelancer nur die Arbeit in Anspruch, die tatsächlich benötigt wird und Freelancer leisten nur das, was vertraglich geregelt ist. So behalten beide Seiten den Überblick und wissen, was sie voneinander erwarten können.

Personaldienstleister in Anspruch nehmen

Da Akquise für Unternehmen und Freiberufler immer zeitintensiv und mit viel Arbeit verbunden ist, können Personaldienstleister schnell und verlässlich Hilfe anbieten und diesen Teil übernehmen. Sie bringen ein gut gepflegtes und weit verzweigtes Netzwerk mit, kennen sich mit den Anforderungen und Bedürfnissen beider Seiten aus und kümmern sich darüber hinaus um die vertraglichen Regelungen.

Fazit

Der Arbeitsmarkt befindet sich in einem Wandel: Die Corona-Krise hat die Digitalisierung vorangetrieben, was sich als Herausforderung und Chance zugleich sehen lässt. Obwohl Unternehmen wirtschaftliche Maßnahmen treffen müssen, sind in vielen Bereichen weiterhin, oder besser gesagt mehr denn je, qualifizierte Fachkräfte gefragt. Freelancer bieten für Unternehmen dabei eine sinnvolle und kurzfristig einsetzbare Lösung und können zu einem erfolgreichen Projektabschluss beitragen.

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